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Jan
29
2018

Neue Steuersünderwelle? Selbstanzeigen durch Steuersünder deutlich gesunken

2017 ist die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern sehr stark gesunken. 38.300 Selbstanzeigen gab es 2014, 2017 waren es nur noch rund 2000 reumütige Steuerflüchtige – mit direkten Folgen für die Staatskasse. Könnte es sein, dass der Staat bei seinem Kampf gegen die Steuersünder nach Nachsehen hat?

Wie effektiv eine kleine Compact Disc sein kann

Die deutschen Steuerbehörden haben in den letzten Jahren einige Steuer-CDs aus der Schweiz gekauft. Auf diesen befanden sich sensible Daten von Konten deutscher Bürger auf Schweizer Banken. Durch diese Maßnahme konnten in den letzten Jahren viele Steuersünder aufgespürt werden. Aus Furcht vor der Entdeckung und durch den indirekten Druck der CDs, zeigten sich viele Sünder selbst an. Damit konnten sie bis zu einer gewissen Geldmenge in den Genuss der Straffreiheit gelangen.

Nachdem es im Rekordjahr 2014 noch rund 38.000 Selbstanzeigen gegeben hatte, ging die Zahl der Selbstanzeigen danach deutlich zurück. Dies liegt daran, dass die Geldgrenze der Straffreiheit von 50.000 auf 25.000 Euro herabgesenkt wurde. So gab es 2017 in Deutschland noch rund 2.000 Selbstanzeigen. In den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen-Anhalt werden gar keine Statistiken mehr darüber geführt. Als Folge sind auch die Rückzahlungen an den Fiskus rückläufig.

Vom Angeben zum Schämen

Bis vor einigen Jahren war ein Bankkonto in der Schweiz keine besonders große Sache mit wenigen Folgen für die Steuersünder. Die Verantwortlichen bei der Steuerfahndung erhoffen sich durch den Ankauf von Steuer-CDs und durch die international geänderte Stimmung durch die Panama Papers bessere Maßnahmen gegen die Steuerflucht. Das „Hase und Igel Spiel“ mit den Steuersündern könne in Zukunft häufiger gewonnen werden, so der Finanzminister des Landes Hessen Thomas Schäfer (CDU).

Fördernd für die Steuerfahnder ist, dass die altbekannten Steueroasen Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein ihrem traditionellen Bankgeheimnis langsam den Rücken kehren. Dies soll nach Ansicht des Bundesvorsitzenden der deutschen Steuergewerkschaft den Steuersündern die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Ihnen werde in Zukunft kein Fang mehr durch das Fahndungsnetz schlüpfen.

Legale Möglichkeiten Ausschöpfen

Wer dem deutschen Staat Geld vorenthält, der hat heute größere Hürden im Rahmen der Selbstanzeige. Damit man sich den Ärger mit den Steuerbehörden ersparen kann, sollte man die steuerlichen Abgaben nach den gesetzlichen Vorschriften abführen. Wer dabei dennoch im Rahmen der Gesetze Steuern sparen will, der sollte sich dabei beraten lassen.

Mehr zum Thema Selbstanzeige und Steuerhinterziehung finden Sie auf unserer Webseite: https://www.rosepartner.de/steuerberatung/selbstanzeige.html 

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Letzte Aktualisierung: 18.04.2018 - 02:17